ist so eine Sache. Seit längerer Zeit sind wir auf
Eigensamenproduktion umgestiegen.
Der Grund dafür ist, das die Pflänzchen
einfach robuster sind, da sie die Informationen über Boden und andere
Umweltfaktoren, die es in ihrem Lebensraum gibt, schon „gespeichert“
haben.
Kürbisse, Zucchini und Gurken, Erbsen und Bohnen, Paradeiser und Paprika, Kohl,
Radieschen, und Sonnenblumen.
Amarant, Mangold und Gartenmelde sähen sich von
selbst aus und werden nach Bedarf umgesetzt. Auf diese Weise vermehren wir auch
einige Kräuter wie zum Beispiel Baldrian, Oregano, Mutterkraut, Borretsch und Muskatellersalbei.
war eine Frostempfindlichkeit trotz -20°C nicht zu bemerken. Im Gegenteil, ich
hatte glaube ich so an die 300 junge Pflänzchen aus Selbstaussaat, welche ich im
Garten dann verteilt, bzw. verfüttert, habe.
Wochen – wir hatten inzwischen schon Mitte Mai – auf einmal schoss junges Leben
in die Höhe. Da waren sie auf einmal alle. Ein wirklich eigenartiges Jahr ist das heuer.

Aber auch aus unserem Hasenkompost schossen zur gleichen Zeit viele
Paradeispflänzchen. Mit unseren Gemüseabfällen werden nämlich auch unsere
kleinen Nager beglückt und so ist auch unsere Komposterde von dort immer ein
kleiner Samenpool.
Auf diese Weise haben wir nun doch einen ganzen Haufen
Pflänzchen, welche aber natürlich fast noch keine reifen Früchte tragen.
Abgesehen vom heurigen Jahr, wo alles ein bisschen verrückt spielt, konnten wir
trotzdem feststellen, dass die aus eigenen Samen selbst gezogenen Pflanzen
wesentlich robuster sind als die gekauften.
Von der Kapuzinerkresse hatte ich
letztes Jahr vergessen, Samen zu nehmen und sie waren ja dann prompt mit den
Erdflöhen befallen – siehe: http://useroses-natur-leben-kunst.blogspot.co.at/2012/07/eigentlich.html.
Nun versuche ich stetig immer mehr Samen zu sammeln und lege nebenbei eine
kleine Beschreibungsdatenbank an, damit auch meine Kids einen Zugang zu meinem
angesammelten Wissen über Pflanzen und deren Verwendung bekommen, wenn sie
wollen.
Auch eine Samenarchivmappe zum Durchblättern ist angelegt. Zwar
einstweilen nur für die vielen verschiedenen Bohnenarten, die wir gesammelt
haben, aber ich bin ständig am erweitern. Ich finde es nämlich ganz gut,
Pflanzen schon im Samenzustand erkennen zu können.
Die ersten Samen sind heuer auch schon geerntet. Der Kohl, den ich über den Winter stehen habe lassen,
hatte schon im Frühjahr geblüht und die Samen waren dann vor drei Wochen reif.
Leider habe ich nicht von jeder Sorte Samen nehmen können, weil da unsere
Entchen schneller waren. Für gewisse Sorten sind sie sogar hochgeflogen und
haben sie im Winter ratzeputz verputzt. Die neuen Triebe im Frühjahr haben sie
sich dann auch gut schmecken lassen. Tja, weil der auch neben einem
Planschbecken von ihnen stehen musste… . Die restlichen Pflanzen hatten wir
uns ja geteilt und da haben sie auch nicht so arg zugeschlagen.
Da werde ich
nächstes Jahr wohl wieder auf den Ökocampusmarkt im Waldviertel fahren und mir
neue Jungpflanzen besorgen. Falls du aber irgendeinen anderen Blattkohlsamen ausser dem von Grünkohl hast, wären wir echt dankbar dafür. Zum Gegentauschen wird sich sicher auch etwas für dich finden.
Ein paar von den ersten Radieschen hatte ich auch
schon auf Samen stehen lassen, Orangentagetes wanderten in ein kleines
Papiersäckchen und Paradeiskerne trocknen bereits auf einem Teller.
Der Anfang
fürs nächste Erntejahr in unserem Selbstversorgergarten ist gesetzt.
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