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| Grünschnitttransporter |
Der Winter naht mit großen Schritten und schon bald haben wir die Sonnwende erreicht. Neben der üblichen „Haus- und Hofarbeit“ nützen wir die Gelegenheit, um Gartenpläne für das kommende Jahr zu machen.
Wenn die Außentemperaturen und das Wetter es erlauben, dann bringen wir zur Zeit nebenbei unseren Garten „in Form“. Ein paar letzte Sträucher wurden noch umgesetzt und – was trotz der Jahreszeit sehr wichtig ist – fleißig gegossen,Wege wurden wieder gangbar gemacht und mit frischem Hächselgut bestreut.
Das Material dafür – sprich Äste – bekamen wir von einem Nachbarn, der einen morschen Baum mit unserer Hilfe fällte. So ersparte er sich das Wegräumen und wir freuten uns über die glückliche Fügung. Wir hatten nämlich schon überlegt, womit wir den Weg vorm Haus wieder trocken legen können.
Ja, und die Hecken werden auch gestutzt, wenn sie in den Weg hineinragen. Die Stauden lassen wir aber bis ins Frühjahr für die Tiere stehen. Ebenso bleibt das Laub direkt unter den Bäumen liegen und wird gleich als Mulch verwendet. So sind auch die Insekten vor uns sicher. 😉
Nur das Nusslaub haben wir vor einigen Wochen zu Igelhaufen zusammengekehrt. Die munteren Gesellen können so in den gut 1,5 Meter hohen und 2,5 Meter breiten Kegel ihren Winterschlaf verbringen.
Unsere Lieblingspflanze, die Brombeere, die sich das Jahr über ganz schön ausgesäht und vermehrt hat, muss jetzt auch einige Federn lassen. So arbeiten wir uns durch unseren Dschungel. Und wo wir schon mal draußen waren haben wir gleich was fürs Mittagessen gepflückt: Kohlblätter.
So gab es heute eine grasgrüne dicke Kohl-Erdapfelsuppe:
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| Mitten im Kohlwald |
Ich hab 2 Esslöffel Dinkelmehl kurz in etwas Fett angeröstet, die Masse mit 2 Hand voll nudelig geschnittene Kohlblätter, 1 kleine Zwiebel, einer halben kleine Karotte in 1 ½ L Wasser kochen, 1 Ei und 1 Dotter hineinschlagen und püriert, 3 Kardamomkapseln dazu gegeben, 2 rohe Erdäpfel fein gerieben und mitkochen lassen bis sie gar waren. Dann 100g braune fein blättrig geschnittene Champignons, Liebstöckel, Basilikum, Petersilie, Salz und 1 fein gehackte Knoblauchzehe beigefügt und kurz nochmals aufkochen lassen.
Anmerkung: eigentlich waren zwei Eier geplant gewesen, aber „Kleinhundi“ – unser Huskymischling – half mir mal wieder beim Kochen. Ich stolperte mit den Eiern in der Hand über ihn drüber und bremste mit einem Ei als Stoßdämpfer im Küchenregal. Dabei entleerte sich das eine Eiklar über ihn, sodass ich ein halbes Ei weniger und er einen Snack mehr hatte. Das nennt man dann gerechte Aufteilung 😉
Der Blattkohl, ein paar letzte Karotten und alle Süßkartoffeln befinden sich noch im Gemüsebeet. So können wir auch jetzt noch frisches Gemüse von draußen holen. Zumindestens so lange, bis der Boden gefroren ist. Ebenso wächst auch noch der Mangold munter auf dem Hügelbeet weiter und wandert laufend auf unsere Teller. So kann er sich im Frühjahr wieder selbst aussähen, eine praktische Arbeitserleichterung die sich bewährt hat. Der Kohl wird uns noch so wie letztes Jahr bis in den Frühling hinein begleiten und versorgen.
Und dann freuen wir uns schon auf das erste frische Grün. 🙂
So gibts für uns immer jede Menge noch zu tun und das trotz der fortgeschrittenen Jahreszeit.
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