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Wie groß ist dein Fuß?

April 5, 2017 | by Ulrike

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Was ist das überhaupt, der persönlicher Fußabdruck? Und was hat er mit Ökologie zu tun?
Es gibt da ein Projekt, dass sich „footprint“ nennt und sich dem persönlichen Ressourcenverbrauch des einzelnen Individuums auseinandersetzt. Alles, was wir an Nahrung, Bekleidung, zum Wohnen und für unseren Komfort verwenden, entnehmen wir einer einzigen Quelle, Mutter Natur. In früheren Zeiten war unser Planet im Gleichgewicht. Gerade im zivilisierten, modernen Raum scheinen wir durch die Industrialisierung und unser künstliches steigern unserer Bedürfnisse gekoppelt mit unserer „Geiz ist geil“ – Philosophie vergessen zu haben, dass wir nur einen Planeten haben – die Erde –  und leben seit ca. einem halben Jahrhundert verschwenderisch wie nie zuvor. Unser Planet hat nicht mehr die Zeit, die Ressourcen nachwachsen zu lassen.

„Footprint“ zeigt auf, wieviel produktive Fläche der Erde unser Lebensstil beansprucht und rechnet den Tag aus, an dem du dein Limit am Planetenanteil erreicht hast. Der typische Mitteleuropäer benötigt so durchgerechnet ca. drei Planeten im Jahr, um seinen Komfort erhalten zu können. Tendenz steigend.

Unser persönlicher „Footprint“ ist ja nun aufgrund unseres speziellen Lebensstils nun lange nicht so hoch. Trotzdem versuche ich immer, noch mehr unsere Bedürfnisse zu hinterfragen.

Und wo sparen wir?
Das beginnt schon beim Einkauf mit dem sich Auseinandersetzen, was wir wirklich dringend benötigen, wo es herkommt, wie es produziert wurde, bei nonfood, wie dessen Qualität ist, usw.:

  • Bei Obst und Gemüse versuchen wir, so viel wie möglich selbst zu produzieren. Was in unserm Hof nicht selbst erzeugt wird, wird nach Möglichkeit durch regionale Produkte ergänzt.
  • Unser Lebensmitteleinkauf beschränkt sich zum Großteil auf Nahrungsmittelgrundstoffe. Dies hat den Vorteil, vieles ohne künstliche und „natürliche“ Zusatzstoffe aus Schimmelpilzen zu bekommen. Die undeklarierten „Nichtzusatzstoffe“ fallen somit auch zum größten Teil weg.
  • Palmöl wird von uns strikt gemieden.
  • Wir verzichten seit Jahren bewusst auf Plastiksackerl und versuchen auch so, möglichst wenig Müll in Form von Verpackungsmaterial beim Einkauf zu konsumieren.
  • Neue Kleidung wird nach Bedarf gekauft, aus alter manchmal anderes
    gemacht oder einfach aufgehoben, bis sie wieder modern ist. Die Mode
    wiederholt sich ja alle paar Jahre wieder. Es wird auch getauscht und
    weiter verschenkt. Kleidung spenden fällt inzwischen weg, da dies nach
    näherer Recherche sich als der dritten Welt gegenüber verantwortungslos
    erwiesen hat. Denn wir sollten nicht vergessen, dass mit der Produktion
    der Kleidung durch deren Behandlung mit etlichen Chemikalien viele
    Umweltgifte freigesetzt werden, die dann wiederum Natur und Mensch
    schaden. Außerdem ist billige „Wegwerfkleidung“ in den seltensten Fällen
    fair produziert.
  • Der nächste Punkt, das Auto. Dieses ist im ländlichen Raum durch die
    Dezentralisierung der Geschäfte unentbehrlich geworden. Auch der
    Arbeitsplatz meines Mannes ist leider verkehrstechnisch nicht sehr
    günstig öffentlich zu erreichen. Wir versuchen, aus ökologischen
    Gründen, die Einkäufe entweder auf einen
    Wochentag zusammen zu legen, wenn wir die Dinge nicht zu Fuß besorgen
    können, oder beim Vorbeifahren zu erledigen.
  • Wir halten unser Haus auf rund 20°C. Es ist nicht notwendig, im Winter kurzärmlig im Haus herumzulaufen.
  • Ich verwende seit ca. einem Jahr keine Binden und Tampons und habe stattdessen auf alte zerschnittene Leintücher zurückgegriffen. Dies ist zwar anfangs etwas ungewohnt, weil du immer etwas zum Einpacken für die benutzen Tücher brauchst, funktioniert aber bestens. Dies bedeutet, erheblich weniger Müll und – was noch besser ist – weniger Krämpfe und kürzere Blutungsdauer. Hab ich selbst anfangs kaum glauben können und kurz probehalber wieder auf Restbestände von Binden zurückgegriffen, aber es hat sich bestätigt.
  • Ich verzichte bewusst auf die Verwendung einiger elektrisch betriebener Geräte und mache vieles wieder händisch.
  • Sparen an Chemie: Wir reinigen vieles nur mit selbst gemachten Apfelessig. Das spart scharfe Reiniger und reduziert den Plastikmüll.

Fazit: weniger moderner „Luxus“ kann eindeutig zu mehr Wohlbefindern führen.

https://www.use-roses.com

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