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Von der Schwarz-Weiß-Philosophie

August 24, 2010 | by Ulrike

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Immer wieder wird mir in letzter Zeit Licht gewünscht. So, als ob die Dunkelheit etwas böses, unerwünschtes ist. Weiß und hell = gut, dunkel und schwarz = böse. Wie viel Leid hat diese Philosophie, die unter anderem auch rassistisches Gedankengut nährt, schon auf unsere Welt gebracht.
Denk doch einmal nach. Was wären wir ohne die Dunkelheit? Wie würden wir es dann als Licht überhaupt erkennen? Alles wäre eintönig. Wie langweilig. Die Schattierungen machen das Leben erst interessant.
Licht und Dunkelheit gemeinsam – durch den Tag-Nacht-Wechsel unter anderem entstand das Leben.
Wir selbst kommen aus dem Dunkeln, aus der Dämmerung, die uns schützend umhüllt bis wir geboren werden. Nicht umsonst heißt es im Schutze der Dunkelheit. Und auch dann, wenn es so weit ist und wir als neues Wesen auf diese Erde kommen sind wir heilfroh, wenn wir nicht im gleißenden Licht landen. Einen sanft abgedunkelter Raum empfinden wir als angenehmes Willkommen, wenn wir zum ersten Mal in unserem Leben die Welt erblicken.
Die Nacht lässt uns zur Ruhe kommen. Sie schenkt uns Frieden, Erholung und Schlaf. Eine Phase der Entspannung ist angebrochen. Wie wichtig in einer schnelllebigen, von Stress erfüllten Zeit wie heute.
Vergessen wir nicht, wie schön es ist, in einer sternenklaren Nacht draußen zu sitzen und unsere Gedanken schweifen zu lassen. Und wie wir in diesem Moment die Unendlichkeit des Universums zu erahnen beginnen. Wie der Friede dann in unser Herz einkehrt und wir uns als Teil des großen Ganzen erkennen.


LICHT IST – DUNKELHEIT IST – LEBEN IST

GANZ UND GAR WERTFREI

WELCH GESCHENK AN UNS!

Wenn du mir etwas wünschen willst, dann wünsche mir bitte nicht nur Licht, wünsche mir bitte auch ein bisschen Dunkelheit!

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