Da hat es natürlich zu aller erst das Scheitern meiner ersten Firma gegeben. Ein Traum war geplatzt. Etwas später, nachdem ich mich längst wieder stabilisiert hatte, kam da ein Ereignis in Form einer Gasexplosion in mein Leben, welches das Potential hatte mich vollends zu zerstören. Bei der Renovierung des Wohnhauses, in dem ich damals wohnte, hatte ein Arbeiter mit einem sogenannten Erdungsspieß die Gasleitung getroffen und in Folge kam es durch eine erwiesene Schlamperei der Servicetechniker zu einer Explosion, bei der das Haus in sich einstürzte und 10 Menschen in den Trümmern umkamen. Meine damalige Lebensgefährtin und ich, sowie einige andere Bewohner waren durch eine Vorsehung nicht zu Hause, und wir haben quasi „nur“ Hab und Gut verloren. Aber nicht das Leben. Es gibt da natürlich noch einige andere Ereignisse in meinem Leben, die auch noch schmerzhaft oder aufrüttelnd waren, doch ist das nicht das eigentliche Thema dieses Artikels.
Ich sehe prinzipiell die Dinge eher positiv. Klarerweise gibt es auch für mich eine Phase nach jedem „Sturz“, wo ich eben liege. Ich muss sogar einen quasi kleinen Tod sterben, durch eine innere Hölle gehen.
Danach kommt, wenn ich diese wirklich schmerzhafte Phase überstanden habe, eine Analysephase, in der ich realisiere, was gerade passiert ist. Dabei erkenne ich, zumindest war bis jetzt immer so, dass es nötig ist, etwas freudiges zu tun und suche dabei eine neue Perspektive. Ich richte mich also erst innerlich auf. Nach dieser Phase (man könnte es auch Klausur nennen), bei der ich sehr viel Ruhe und Abgeschiedenheit brauche, beginne ich, fast wie von selbst, wieder Schritte in der äußeren Welt zu gehen. Das ist dann der Neubeginn.
- Schicksalsschlag
- Verzweifeltes ringen mit dem Schicksal
- Die Ursache suchen – Lösungen suchen
- Detailliertes betrachten der Situation
- Positiven Nutzen finden, lernen
- Aufstehen, freudiges Erlebnis suchen
- Innerlich aufrichten, es wird weitergehen
- Neue Perspektiven sehen
- Erste Schritte in Richtung neues Leben
- Neubeginn
- Schicksalhaftes Ereignis
- Panik
- Besinnen
- Durchatmen und Kraft schöpfen
- Gespräch suchen – Lösungsansätze – Klar werden
- Rückbesinnen auf den Fluss
- Lassen, ins Universum legen und Vertrauen
Auf alle Fälle ist es wohl nötig, einen Erneuerungsprozess zu durchlaufen. Und ich glaube es gibt keine Abkürzungswege. Ich weiß, dass es Menschen gibt, die denken mit Alkohol oder psychoaktiven Stoffen ist es möglich den schmerzhaften Weg der Auseinandersetzung mit sich selbst und seiner Umwelt zu umgehen, doch wie jeder weiß, schafft es nur neue Probleme und das Aufstehen wird immer schwieriger.
Dies ist nur ein Beispiel. Natürlich haben auch Menschen die nicht gehen können, warum auch immer, einen unbändigen Willen etwas zu erreichen und der Glaube an sich lässt oft gerade diese Menschen oft über sich hinauswachsen.
Man muss den unbändigen Wunsch haben aus dem Sumpf, und ist er noch so morastig, wieder heraus zu kommen.
Ein wichtiger Faktor scheint auch zu sein, dass man sich selbst lieb hat. Mit Hilfe der Liebe zu sich selbst kann man auch Kraft schöpfen, das manchmal tiefe Tal der Verzweiflung zu durchwandern um danach wieder aufzusteigen und nach Erreichen der Anhöhe der Zuversicht das Licht wieder zu sehen. Neu erstarkt wieder fest auf beiden Beinen zu stehen.
Denn eines habe ich durch meine Tiefpunkte gelernt jeder durchgestandene Prozess des Fallens und des Wiederauferstehen hat mich stärker gemacht und das Stehaufmännchen in mir verstärkt.
Ein glückliches steh auf …. Männchen
Robert
http://www.use-roses.com
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