Von Schwierigkeiten, Rückschläge und Fragen
Nun sind schon einige Tage vergangen seit dem Start unseres
Experimentes. Ursprünglich wollte ich die Thematik „Leben ohne
Supermarkt“ nennen. Wie immer bin ich eine Ideengebärmaschine aber ein
schlechter Umsetzer. Meine Frau ist diesbezüglich anders sie startet
sofort Aktivitäten. So stellte sie mich einfach vor die vollendeten
Tatsachen: „Wir werden ab 1.6. nichts mehr einkaufen, vorerst mal zur
Probe für ein Monat.“
So geschehen eine Woche vor Start
Ich
gehöre leider auch nicht zu den sehr spontanen Menschen (meine Frau
schon 🙂 ) und muss immer vorher planen und nachdenken, nachdenken und
planen…. bevor ich etwas in Angriff nehme.
Der Starttermin kam ziemlich schnell. Ich hatte keinen Plan 🙁
Es
ist ja gar nicht so schwer, dachte ich. Es war Wochenende. Wir haben
doch einige Vorräte. Auch im Garten und von unseren Tiere kommt einiges
an essbarem. Das Essen ist natürlich nur ein Aspekt beim Einkaufen, aber
wer will schon hungern.Nun gut, am Sonntag arbeitete ich weiter an
unserem Musikcomputer und hatte einige zum Runterladen. Flugs war es
Montag 3 Uhr morgens.
Oops…
Montags
sollte ich ja eigentlich um 6 Uhr aufstehen und ins Büro fahren. Zu
wenig Schlaf ist auch nicht gut, überzeugte mich Ulrike, und so stand
ich erst um 8Uhr15 auf. Schnell noch die Hunde und Katzen sowie die
Ziegen gefüttert (die Hühner musste ich aus Zeitgründen meiner Frau
überlassen). Nun ich habe mich sehr beeilt und hab doch erst um 9Uhr15
mit der Büroarbeit (35min Fahrzeit).Was soll ich sagen, ich habe auf die
Jause vergessen…..:-(
Gefrühstückt habe ich aus Zeitmangel auch nicht….Hunger…….der Magen knurrte laut.
Da
ich dachte nur das Einkaufen im Supermarkt ist gestrichen ging ich zum
Buffet und kaufte mir etwas zum Essen… Die Welt war wieder in Ordnung.
Wieder zu Hause dachte ich darüber nach was alles zu beachten ist bei unserem Experiment.
Z.B.
was machen wir wenn zirka Mitte Juni das Katzen und Hundefutter aus
ist… Wir haben zu wenig Vorrat angelegt (für einen Monat). Ich hatte
etwas Panik, denn wir musste Ihnen dann etwas von unserem
Fleischreserven abgeben… Na ja solche und ähnliche komische Gedanken
gingen durch meine Kopf. Über das Schokoladenproblem hat ja schon meine
Frau berichtet.
Es gibt Vorräte. Aber ein Umdenken
bezüglich Verfügbarkeit von gewissen Lebensmitteln muss stattfinden.
Alternativen müssen gefunden werden.Das gekaufte Brot, beispielsweise,
ist in Kürze aus. Die Alternative ist natürlich selber backen und das
ist soweit auch kein Problem, wir haben es schon oft gemacht. Wir habe
auch genug Getreidereserven. Beim Getreide werden wir wohl auch in
Zukunft nicht vorbeikommen. Selber Getreide anzubauen ist zu aufwendig.
Apropos
Aufwand. Natürlich wird das Leben in manchen Bereichen zeitintensiver
werden (siehe Brot backen etc.). Und es wird wohl auch mehr Vorausblick
(siehe Kantineneinkauf) nötig sein um diesen Lebensstil weiter zu
etablieren.Ein Fragezeichen sind auch die Kinder (es leben ja noch 2 von
4 bei uns). Wenn sie plötzlich nicht mehr mitmachen wollen?
Planung ist das halbe Leben…
Robert
Zum Frühstück hatten meine Tochter und ich heute keine Lust. Meine Kleine hatte vorletztes Wochenende eine ziemlich schmerzhafte Erkrankung bekommen und wollte sich, da ihr Zustand sich endlich gebessert hatte, einmal gründlich Ausschlafen. Fürs Mittagessen wühlten wir Pommes mit Käsekrainer aus der Tiefkühltruhe. Zwischendurch gab es Naturjoghurt mit selbst gemachter Marillenmarmelade und zum
Abendessen Lauch-Käse-Omelette mit Brot. Die Eier dafür stammen natürlich von uns. Langsam geht das Brot zur Neige, aber das Betreuen meiner Tochter ist mir derzeit wichtiger als Backen. Es wird sich schon irgendetwas anderes Essbares finden …
Ulrike
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