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Käsezeit

März 11, 2013 | by Ulrike

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Es ist Freitag am späten Nachmittag. Die „Ziege unseres Vertrauens“ hat seit einer Woche beschlossen, jeden Tag eine ganz beträchtliche Menge Milch zu geben. Es stapeln sich die Gläser im Regal. Was tun wir nun mit dem plötzlichen Milchüberschuss? Käse? Ja, warum sich nicht einmal im Käse produzieren versuchen.

Was nun tun? Wie kommen wir zu Lab? Wir sehen in unseren Büchern nach und ich entdecke ein altbekanntes Geschäft in Wien. Da es nun schon Viertelsechs ist, rufen wir an und müssen feststellen, dass es vor Kurzem nach Altlengbach übersiedelt ist, zum Glück aber am nächsten Tag auch offen hat, allerdings nur bis mittags. Ich hatte aber schon am Vormittag eine Verabredung mit einer lieben Bekannten in einem Keramikfachgeschäft in einer anderen Ortschaft.

Na ja, wieder nichts mit ausschlafen am Wochenende. Dafür Großeinkauf.

Wir deckten uns mit Lab, Käsekulturen und einem Bruchschneider ein. Danach fuhren wir zu meinem Treffpunkt, wo ich einiges zum Auffüllen der Bestände meines Ateliers fand. Da wir schon mal unterwegs waren, besorgten wir noch ein paar Grundnahrungsmittel und Sämereien. Und Schwupps war der Tag vorbei. Zum Ausgleich fielen wir ziemlich zeitig ins Bett.

Der Sonntag war vorerst ein arbeitsreicher Gartentag. Graben, setzen und schneiden im immer wieder einsetzenden Regen. Nachdem wir am Abend die Tiere versorgt hatten, ging es mit Unterstützung meines Mannes ans Käsen. Ein kleiner Laib kam dabei heraus.





Die Molke übrig gebliebene Molke kochte ich auf, um heute noch Topfen abzusieben, den ich mit Salz und Kräutern vermengte, formte und dann zum Trocknen auflegte. Die restliche Flüssigkeit verrührte ich mit Marmelade zu Marillenmolke.

Jetzt bin ich schon sehr gespannt auf den Käse und den Gewürzzieger. Hoffentlich haben wir uns aus all den Anleitungen das Richtige zusammengesucht

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