es gibt uns noch. Momentan geht’s rund bei uns und so komme ich nebenbei zu fast gar nix mehr. Der nächste Markt steht bevor und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

Mein Mann geht wieder arbeiten – wieder, das klingt etwas eigenartig, besser gesagt, er hat außerhalb unseres Projektes wieder einen Ganztagsjob.
Er hatte inzwischen schon etwas eine leichte Grünallergie aufgebaut und ist jetzt heilfroh, wieder etwas Abwechslung zu haben und obendrein einer für ihn interessanten Tätigkeit nachgehen zu können. Schön, seine leuchtenden Augen zu sehen, wenn er am Abend heim kommt.
Aus diesem Grund fällt so der Großteil der Outdoor-Aktivitäten – sprich Gartenarbeit – auf mich.
Wir sind mitten in der Apfelernte und Verarbeitung. Apfelspalten trocknen und Most pressen läuft nebenbei. Ca. 50l Apfelsaft haben wir schon produziert. Ein Großteil ist allerdings schon „verdunstet“. Er schmeckt einfach zu gut.
Heuer werden wir von unseren Bäumen mit einer riesigen Menge Früchte beschenkt. Die Äpfel hängen wie die Weintrauben an ihnen und sind supersaftig und süß. So süß, das wir den Most wir vor dem Trinken sehr stark verdünnen haben müssen. Der viele Regen in der letzen Zeit hat ihnen offensichtlich gut bekommen.
Zum Glück werden die verschiedenen Sorten nicht alle gleichzeitig reif und es bleibt genug Zeit zum Verarbeiten.
Aber auch unsere Pfirsichbäume sind heuer voll beladen. Da hab ich heuer zum Einkochen keine Lust und so gibt es die Früchte immer zwischendurch. Mjammi!

Nebenbei kochte ich in den letzten Tagen noch Holundersaft ein, töpferte und glasierte.
Das Spielen mit den Farben fasziniert mich noch immer. Außerdem experimentiere ich mit Tonschlamm und versuche mich an der Scheibe. Mit 40% Schamottanteil – wieder eine Herausforderung.
Dann habe ich noch kleine Figuren und Tierchen geformt. Ein Oktopus, zwei Seehunde, Mäuschen und natürlich Schnecken – die mag ich einfach ur gern – erblickten das Licht des Ateliers. Ein paar Schalen hab ich auch noch gemacht.
Gestern haben wir noch am späten Abend Heu zusammengerecht und da es schon so richtig herbstlich feuchtelt ein Heumandl mit einer Leiter und ein paar Latten improvisiert. Ich hoffe, das funktioniert so auf diese Weise.
Der restliche Tag ist mit den normalen Dingen gefüllt. Tiere versorgen, Haushalt erledigen, Gartenarbeiten… was bei der Anzahl unserer Mitbewohner und der Grundstücksgröße gar nicht so wenig ist.
Und am Abend krache ich dann todmüde ins Bett. Todmüde, aber glücklich, das alles (er)leben zu können und dürfen. 🙂
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